Die Grünen – Ortsverband Bochum-Ost

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Seit nunmehr über 20 Jahren gestalten wir in einer rot-grünen Koalition die Politik im Bochumer Osten. Trotz insgesamt knapper finanzieller Mittel ist dabei einiges erreicht worden.

Die letzten sechs Jahre waren besonders turbulent für den Bochumer Osten. Nicht nur, dass wir zusammen mit dem Koalitionspartner SPD wie in den Jahren zuvor schon, die Schulen Stück für Stück weiter saniert haben, nein wir haben auch große Projekte wie die ISEKs in Bewegung gesetzt.

ISEKs sind integrierte Stadtentwicklungskonzepte, die die Sanierung und Umgestaltung eines begrenzten Bereichs zum Ziel haben. Sie sollen den Stadtteil lebenswerter machen. Um dies zu erreichen fließen mehr denn je Fördermittel in die Stadtteile. Diesen sehr positiven Prozess, der sich durch rege Bürgerbeteiligung auszeichnet, begleiten wir aktiv.

3. Stadtteilkonferenz 2019 – WLAB Soziale Stadt

Als erstes ging das ISEK Werne Langendreer Alter Bahnhof an den Start. Neben einzelner geförderter Fassadensanierungen, bekommt Werne ein grünes Rückgrat und auch der Marktplatz soll neugestaltet werden. Auf dem Alten Bahnhof in Langendreer-West soll eine Kanal- und Straßensanierung durchgeführt werden. Wie viel Platz hier dem motorisierten Verkehr weiterhin zur Verfügung stehen wird, ist die große Frage.

Kurz danach begann dann das ISEK Mark 51°7 / Laer mithilfe dessen Teile des ehemaligen Opelwerks 1 für den Strukturwandel auf dem Gelände vorbereitet werden sollen. Auch soll der Stadtteil Laer endlich eine Öffnung zur ehemaligen Produktionsstätte erfahren.

Als Bezirksvertreterin und –vertreter muss man wissen, worüber alle reden, was alle aufregt oder was alle berührt und deshalb waren wir auf viele Bürgerinformationsveranstaltungen, führten auch abseits der Bürgerwoche tolle Gespräche und machten uns auch mal dreckig, z.B. wenn man den Fortschritt auf dem Amalia-Gelände oder Kinderspielplätze begutachtet.

Uns als GRÜNE ist natürlich wichtig, den bereits eingesetzten Klimawandel, soweit das auf örtlicher Ebene möglich ist, durch gezielte Schritte Einhalt zu gebieten. Denn auch im Kleinen ist viel möglich, wie beispielsweise durch Dachbegrünung. Schon in der Vergangenheit haben wir dafür gesorgt, dass wertvolle Grünflächen wie das Werner Feld im Bochumer Osten erhalten blieben.

Genauso wichtig ist es uns, dass bezahlbarer Wohnraum für alle und ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Es nützt da wenig, dass eine gegen das andere auszuspielen (Klimaproblematik versus soziale Aspekte). Wir wollen aber verhindern, dass im Bochumer Osten immer mehr Gewerbegebiete angesiedelt werden, die dann überwiegend mit Logistikbetrieben bestückt werden, für die dann weitere Erschließungs-straßen erforderlich sind. Den sechsspurigen Ausbau der A 40 auf Bochumer Gebiet lehnen wir ab.

Gewerbegebiet Robert Müser

Eine bestehende sichere Radwegeinfrastruktur ist ein Muss, will man Menschen den Umstieg aufs Rad erleichtern. Mit dem Werner Hellweg in Laer hat der Bochumer Osten einen wagemutigen Schritt gemacht und hatte Erfolg. Immer mehr Radwege und Radwegeverbindungen werden entstehen, und bald schon soll auch der Radschnellweg 1 (RS1) durch den Bochumer Osten führen. Woher genau der Radschnellweg verlaufen wird, das ist noch zu beraten.

Wir setzen uns gemeinsam mit den bestehenden Initiativen für einen massiven Ausbau von Radwegen und der Verbesserung der bestehenden ein.

Weiterhin werden wir Bürgerprojekte und -initiativen unterstützen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Beispielhaft seien hier „Langendreer gegen Nazis“ und das Urban-Gardening-Projekt der Naturfreunde genannt. Aber wir wollen euch auch motivieren selbst aktiv zu werden.

Im letzten Jahr bereits haben wir mit euch Insektenhotels gebastelt. In diesem Jahr geht es leider nicht, aber das soll euch ja nicht davon abhalten! In Zeiten des Homeschooling vermutlich eine wertvolle Lektion im Bereich Biologie.

Insektenhotels aus 2019

Wichtig ist hierbei, dass die Nistmöglichkeiten tief genug sind. Gekaufte Bienenhotels haben häufig nur eine geringe Tiefe. Mindestens 6cm sollte man hier vorsehen.

Aber wir sind hier ja im Internet, also schaut doch einfach mal auf der Seite des Nabu nach. Hier gibt es gleich mehrere Vorschläge.

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

Nektar trinkendes Taubenschwänzchen

Steingärten werden immer mehr in unserer schönen Stadt, dabei sind sie ein ökologisch zweifelhaftes Konstrukt. Vergleichbar mit einer Steinwüste, für viele Tiere eine unwirtliche Welt, da hilft auch das schönste Insektenhotel nicht. Noch dazu speichern sie die Wärme des Tages und verhindern ein Abkühlen in heißen Sommernächten. In Städten wie Bochum, in denen schon die Dichte der Bebauung und das Straßennetz für ein erheblich wärmeres Klima sorgen, stellen Steingärten ein weiteres Problem dar. Wir möchten verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger weiterhin Steingärten errichten, und vielleicht können wir ja auch die ein oder den anderen davon überzeugen statt des Steingartens einen Blühstreifen oder ein Blühbeet anzulegen? Diese können dann auch gleich von Insekten wie Bienen oder Hummels als Nahrungsquelle genutzt werden.

Vermutlich kennt ihr unsere Saatpäckchen aus dem letzten Jahr noch, aber leider können wir sie euch jetzt nicht geben, aber wenn ihr wirklich interessiert seid, dann schaut euch doch auch mal die Kampagne „Bochum – Blüht und summt“ der Stadt Bochum an!

https://www.bochum.de/blueht-und-summt

Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner SPD haben wir die Verleihung der Carl von Ossietzky-Plakette „Aktiv gegen Rechts“ ins Leben gerufen, die zukünftig zweimal in einer Legislaturperiode erfolgen wird.

Die Corona-Pandemie zeigt, dass wir zukünftig im Großen wie im Kleinen viel verändern müssen. Sei es die Bezahlung von jetzt als systemrelevant bezeichneten Berufen, die Funktion von Krankenhäusern, Nahversorgung und vieles mehr. Auch hier gilt, im Kleinen (hier: in unserem Bezirk) fängt alles an.

Sehr wichtig ist uns auch, dazu beizutragen, das soziale Klima zu verbessern, den Umgang miteinander, ein neues „Wir-Gefühl“ entstehen zu lassen und Hass und Missgunst entgegenzutreten. Unsere langfristige Vision ist es, in einem Stadtbezirk zu leben, in dem die Verkehrswende vollzogen ist, ausreichend Grünflächen vorhanden sind und die Menschen sich aktiv an der Gestaltung „ihres“ Stadtbezirkes beteiligen. Deshalb ist rege Bürgerbeteiligung unerlässlich und wird von uns immer eingefordert und gefördert.

Nicht zuletzt das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in der ‚Flüchtlingskrise‘ hat uns gezeigt, dass der Bochumer Osten eine Menge Potenzial hat und die Herzen nicht verschlossen sind. Wir haben gesehen, dass wir große Aufgaben bewältigen können, wenn wir nur wollen!

Gerne diskutieren wir auch mit euch! Kommt doch einfach an die digitale Bank oder besucht uns auf unseren OV-Sitzungen.